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Amanda wurde 2016 geboren. Ihre Mama Aurelia wollte damals nur den Zwillingsbruder Paulchen annehmen und verweigerte der kleinen Amanda Zuneigung und den Zugang zum Euter. Wir mußten sie mehrmals täglich festhalten, damit Amanda am Euter trinken konnte. Bereits nach wenigen Tagen hatte Amanda aber herausgefunden, dass sie auch trinken konnte, wenn ihr Bruder Paulchen am  Euter war und zwar rannte sie schnell um die Mama herum und trank an der freien Zitze von hinten. So mußte sie sich einfach immer in der Nähe ihres Brüderchens aufhalten, und sobald dieser trank konnte sie auch trinken.

Das Paulchen war ein ganz lieber Bruder und hat der kleinen Amanda die Mama wirklich ersetzt. Die Beiden haben immer zusammen gelegen und so war Amanda nicht allein. Als er aber später in die Bockgruppe wechselte, war Amanda in der Herde ein Einzeltier ohne Anschluß, was mir manchmal leid tat, sie aber nicht zu stören schien. Streicheleinheiten von uns möchte sie nicht als Ersatz.


Amanda und ihr Töchterchen Aurora

Amanda hat sehr schönes Mohair, das auch im Erwachsenenalter noch so weich wie Kidmohair ist. Daher wollten wir gerne Nachwuchs von ihr. Ein bißchen besorgt waren wir, und fragten uns, ob sie wohl eine gute Mutter sein würde. Im April 2021 war es dann soweit und Amanda hat ein Töchterchen bekommen. Was dann kam, haben wir so auch noch nicht oft erlebt. Amanda war außer sich vor Glück über ihr Kind. Sie konnte sich gar nicht von der Kleinen abwenden. Sie kuschelte ihre Nase an das kleine Lockenbündel und wollte nichts anderes, als immer nur ihr Kind zu berühren. Es ist so rührend, wie sie ihrem Kind all die Mutterliebe geben will, die sie selbst nicht erfahren hat. Ziegen sind ja meistens gute Mütter, aber so eine Hingebung habe ich in den vielen Jahren unserer Ziegenhaltung selten erlebt.

Eigenlich hätten wir gerne ein Zuchtböckchen von Amanda gehabt, das hätte ja aber mit einem halben Jahr in die Bockgruppe umziehen müssen. Mit ihrer Tochter kann sie nun immer zusammen sein. Und ich freue mich für sie, dass sie jetzt in der Herde endlich nicht mehr allein ist.

Das kleine Zicklein war bei der Geburt ganz gelb. Das passiert öfter mal und geht nach ein paar Tagen weg. Bei ihr hat die gelbe Farbe, die hauptsächlich auf dem hinteren Rücken zu sehen war, mich zu ihrem Namen Aurora inspiriert, da mir die Mehlwerbung aus meiner Kindheit (Aurora mit dem Sonnenstern) dazu spontan eingefallen ist.

Immer wieder muß sie das Kleine berühren, als ob sie sich vergewissern wollte, dass es tatsächlich da ist.